Über Computerspiele im Unterricht und Bildungstraditionen
Dr. Alexander Gröschner ist Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Jena. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die pädagogische Innovationsforschung. Ein Gespräch mit Gröschner über die Rolle von Neuen Medien, speziell von Computerspielen, in der heutigen Lehrerausbildung.
Welchen Stellenwert hat die Medienpädagogik in der Lehrerausbildung?
Alexander Gröschner: Der Medienpädagogik hängt der Vorwurf an, sie würde der technischen Entwicklung immer hinterher hinken. Und da ist immer noch etwas dran. Dabei wird von den Lehrkräften selbst eingeklagt, sie mehr in medienpädagogischer Kompetenz auszubilden. Denn in den Schulen selbst wird gefragt: „Wir brauchen jemanden, der jetzt Medienkompetenz unterrichtet – wer macht‘s?“ Bei uns in Thüringen gibt es mittlerweile ein Teilfach Medienkunde. Das soll fächerübergreifend in der 5. und 6. Klasse im herkömmlichen Unterricht – in Deutsch, Geschichte und Mathe – unterrichtet werden. Aber was „Medienkunde“ sein soll, ist oftmals ganz vage.
Wo liegt das Problem?
Alexander Gröschner: Im Moment befindet sich die Lehrerbildung in einem großen Umbildungsprozess – nicht zuletzt wegen der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master-Abschlüsse. In den klassischen Universitätsstrukturen mit ihrer Fächerausbildung von Lehrern – mit zwei oder sogar drei Fächern plus Erziehungswissenschaft – fällt so ein Thema wie Medienpädagogik oft hinten herunter. Weiter in ‘Lehrerausbildung: „Die allmächtige Ohnmacht“’

Für das International Games Magazine IGM habe ich Kai Müller von der Mainzer Ambulanz für Spielsucht interviewt. In dem Zusammenhang sei noch die Tagung “Internet und Computerspiele – Wann beginnt die Sucht?” der Drogenbeauftragten der Bundesregierung erwähnt. Sie findet am 3. Juli 2009 in Berlin statt (Programm als pdf).
Der Diplom-Psychologe Kai Müller berichtet IGM über die Arbeit der Ambulanz für Spielsucht. Diese Einrichtung an der Uniklinik Mainz war die erste ihrer Art. Seit ihrer Eröffnung hat sie 150 Menschen wegen Abhängigkeit von Online-Rollenspielen beraten und einige Dutzend erfolgreich behandelt.
IGM: Ist Computerspielsucht eine besondere Sucht?
Kai Müller: Ja, Computerspielsucht ist schon eine besondere Form der Abhängigkeit. Sie ist ein eigenständiges Störungsbild. Man kann sie vergleichen mit anderen klassischen Abhängigkeitserkrankungen wie Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit usw. Computerspielsucht nimmt aber eine Sonderstellung ein, da sie eine „stoffungebundene Abhängigkeit“ ist. Das heißt, es wird dem Körper keine psychotrope, keine bewusstseinsverändernde Substanz verabreicht. Stattdessen entwickelt sich die Abhängigkeit über ein exzessives Spielverhalten.
Weiter in ‘„Ein Psychologie-Crashkurs in Sachen Sucht“’
Interview mit Andreas Lange, Leiter des Berliner Computerspiele Museums

16.000 Computerspiele sind bislang im Berliner Computerspiele Museum gesammelt worden. IGM fragt nach, wie man die Spiele sinnvoll ausstellt und welche Probleme bei ihrer Aufbewahrung auftreten.
IGM: Herr Lange, wie wird man als Religionswissenschaftler Leiter eines Computerspiele Museums?
Andreas Lange: Nicht über eine Gamer-Leidenschaft, sondern durch einen wissenschaftlichen Zugang. Ich habe 1993 nach einem Thema für meine Abschlussarbeit gesucht und bin auf die Idee gekommen, die Geschichten von Computerspielen als moderne Mythen zu behandeln. Das war sicherlich ungewöhnlich in den Religionswissenschaften, aber mein Professor war dafür offen. Über die Recherche für diese Arbeit habe ich Menschen in Berlin kennen gelernt, die 1994 dann die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) gegründet haben. Die brauchten relativ schnell Gutachter, die die Alterseinstufungen fällten. Zwei Jahre lang habe ich als unabhängiger Gutachter bei der USK gearbeitet. Vom damaligen Trägerverein der USK wurde ich gefragt, ob ich mir denn vorstellen könnte, ein Computerspiele Museum aufzubauen. 1996 habe ich dann damit begonnen, und 1997 haben wir eine ständige Ausstellung eröffnet.
Weiter in ‘„Wir verstehen uns als Übersetzer“ – Über das Computerspiele Museum Berlin’

Todd Bryant works for Dickinson College. He is the Language Liasion for the Department of Instructual Media Service, through which he speaks to language professors about how they can use technology in their classes. (Done originally for the The Babbel Blog – there you find an audio-file of the interview, too)
Why did you start using World of Warcraft in the classroom in 2006?
I think I started to think about games whenever Sims Online came out ….I don’t know if you remember it or not. It didn’t get released in Europe, because it was such a huge flop. But the idea was to have the Sims game in a virtual environment that anyone in the world could play. And they planned on releasing localized versions for different countries like Germany, France, Spain and so forth. And if they had done that, that would have been my first foray. But unfortunately, since the game bombed in the US, they never released it in Europe.
Weiter in ‘Interview: Sprachen lernen mit World of Warcraft’
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