Es scheint ein Trend zu sein: Epic, die Firma hinter der Unreal Engine (Unreal Tournament, Gears of War usw.), veröffentlichte unlängst eine Entwicklungsumgebung für die dritten Generation ihrer Middleware. Dieses Developer Kit (nur Windows) ist für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zu nutzen. Mit der ebenfalls seit kurzer Zeit kostenloser Engine Unity (Win und Mac) stehen jetzt schon zwei potente Gamedesign-Werkzeugkisten zur freien Verfügung.
Der Game-Editor Unity ist nun kostenlos erhätlich; die ehemalige 200 US-Dollar Indie-Version gibt es für PC und Mac; die professionelle Version Unity Pro kostet weiterhin 1500 USD. Die Game-Engine wird beispielsweise in der Reihe Global Conflicts eingesetzt
Mit der kostenlosen Lizenz bietet sich die recht einfach zu bediene Software für den Einsatz im Unterricht an; das einzige Problem ist sicherlich, dass sie nur in englischer Sprache vorliegt. – hier finden jedenfalls diverse Tutorial etc.: learnunity3d
Das dänische Softwarehouse Unity Technology erklärt ihre Entscheidung damit, dass sie ihren Umsatz mit professionellen Produkten machen. Deswegen sei die Indie-Version nun frei verfügbar, um mehr Leuten den Eintstieg in Gamedesign zu ermöglichen.
Der US-Spielentwickler Caspian hat für Windows einen Editor für 3D-Spiele, Thinking Worlds, veröffentlicht. Für andere Engines, etwa Unity3D, die neuerdings neben MacOS auch unter Windows läuft, braucht es für das Scripting C++ und Javascript-Kenntnisse.
Thinking Worlds ist explizit für die Entwicklung von so genannten Serious Games gedacht, die im Webbrowser laufen oder als “Standalone” (nur Windows). Die eLearning-Firma Kineo hat dem Programm einen ersten Test unterzogen. Demos und eine 30-Tage Testversionen des Authoring-Tools finden sich auf dessen Website.
“Ein Spiel in einer Woche” soll die “designerzentrierte” Software ermöglichen. Für Firmen etc., die fix ein Trainingsprogramm erstellen müssen, dürfte das interessant sein, für Privatpersonen eher weniger: Gut 1.200 Euro kostet eine Jahreslizenz.
Der britische Fernsehsenders Channel 4 hat im Rahmen seiner Serie “Disarming Britain” ein 3D-Spiel über Jugendgewalt namens “Dead Ends” produzieren lassen. Das kostenlos herunterladbare Spiel für den PC versetzt den Spieler einmal in die Rolle eines frisch rekrutieren Gang-Mitglieds, aber auch in die Rolle eines Polizisten, der ein Mord in dem Gang-Milieu aufklären soll.
Entwickelt wurde das Spiel von Rolling Sounds. Dieses Projekt – ein “multimedia education provider” – bietet diverse medienpädagogische Kurse und Services an, die sich an Jugendliche selbst als auch Pädagogen wendet. Im Falle des Spiels Dead Ends waren auch Jugendliche an dem Entwicklungsprozess beteiligt; benutzt wurde die zusammen mit Peanutbutterfingers entwickelte Zen 3D-Engine.
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