eBook zum Social Learning Summit 2008

Das scoyo-Blog berichtet über das eBook “Aspekte des Game-basierten Social Learning“, das den Social Learning Summit von 2008 dokumentiert, den das Bertelsmann finanzierte Startup scoyo im Oktober 2008 in Berlin u.a. mitausgerichtet hat. Der Bericht enthält die Fachbeiträge des “Gipfels” und ist auch als pdf herunterladbar (via Cyberwizard).

Handbuch: “Using Games & Simulations In The Classroom”

Auf 64 Seiten geht es in dem aktuell veröffentlichtem englischsprachigen Whitepaper um “Best Practices For Using Games & Simulations In The Classroom” – nach einer Einführung werden drei Phasen beschrieben: “Seeling the idea”, “Preparation” sowie “Implementation”. Gedacht ist das kostenlos erhältliche PDF für Lehrer/innen, deren Zielgruppe “K-12″ ist, also Kindergarten bis 12. Klasse. Finanziert wurde es von der “Software & Information Industry Association”, einem US-Handelsverband (via Future-Making Serious Games)

Unterrichts-Phun und ein ADHS-Mathe Spiel

2weisteinDer tolle freie Physik-Baukasten Phun liegt nun auch in einer kostenpflichtigen Version für Bildungszwecke vor: Algodoo versteht entgegen Phun auch die Touchscreen-Eingabe, etwa des Intel Classmate PC. Dazu finden sich Aufgabenstellungen für den Unterricht, hier einige Beispiele (pdf – in. Engl.) – via Future Making Serious Games.

Für das Erlernen von Mathematik eignet sich dagegen wohl das 3D-Lernabenteuerspiel 2weistein. Der Münchener Spielentwickler Brainmonster brachte es dieser Tage auf den Markt. In einer Fantasy-Umgebung soll spielerisch der Mathestoff für Grundschulkinder (2.-4. Klasse) vermittelt werden. Eine Extraversion (statt 39 Euro kostet sie 99 Euro) wurde zusammen mit dem ADHS-Zentrums München entwickelt und enhält 18 Extra-Level, die sich gezielt an Kinder richten, die als “hyperaktiv” diagnostiziert wurden – also eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ihr Eigen nennen. (Auf der Spielwebsite findet sich eine Demo für PC&Mac) – via Cyberwizard.

Kulturstreit um Medienpädagogik: Kölner Aufruf gegen Computergewalt

Xbox Controller Army

Kurz vor Weihnachten 2008 wurde der “Kölner Aufruf gegen Computergewalt” veröffentlicht, der die dramatisch klingende Frage stellt: “Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und in die Herzen?”

Zahlreiche WissenschaftlerInnen, offenbar aus dem Kreis der Friedensbewegung, haben diesen unterzeichnet; vorneweg Maria Mies, eine renommierte Soziologin, Feministin und Globalisierungskritikerin. Neben attac- und SPD-Mitgliedern findet sich auch der umstrittende Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen unter den ErstunterzeichnerInnen.

Der Aufruf hat für einige Resonanz (etwa hier) gesorgt, fällt er doch ein recht pauschales Urteil über Computerspiele und dazugehöriger Industrie im allgemeinen (Protest der Softwarefirma Computec) und er polemisiert gegen ein bestimmtes Lager der bundesdeutschen Medienpädagogen.

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Dead Ends: Jugendgewalt als 3D-Spiel

Dead_Ends

Der britische Fernsehsenders Channel 4 hat im Rahmen seiner Serie “Disarming Britain” ein 3D-Spiel über Jugendgewalt namens “Dead Ends” produzieren lassen. Das kostenlos herunterladbare Spiel für den PC versetzt den Spieler einmal in die Rolle eines frisch rekrutieren Gang-Mitglieds, aber auch in die Rolle eines Polizisten, der ein Mord in dem Gang-Milieu aufklären soll.

Entwickelt wurde das Spiel von Rolling Sounds. Dieses Projekt – ein “multimedia education provider” – bietet diverse medienpädagogische Kurse und Services an, die sich an Jugendliche selbst als auch Pädagogen wendet. Im Falle des Spiels Dead Ends waren auch Jugendliche an dem Entwicklungsprozess beteiligt; benutzt wurde die zusammen mit Peanutbutterfingers entwickelte Zen 3D-Engine.

(via The Guardian)

FES-Tagung “Ausgespielt?!”: Sorgenvolle Pädagogen und die “analoge Schule”

Ausgespielt Tagung im Berliner Abgeordnetenhaus

Nicht alle Tage wird vor dem Sitzungsaal des Berliner Abgeordnetenhauses Counter Strike gezockt. So bot die dortige Wandelhalle gestern ein recht ungewöhnliches Bild – Pädagogen scharten sich um die Bildschirme der 20 Rechner der Eltern-LAN Initiative und griffen zögerlich zur Maus. Der junge Mann mit dem “Ich spiele Killerspiele”-T-Shirt konnte dort nicht mehr provozieren. Ein Tag mit mehreren Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einigen Workshops lag hinter den Lehrern und Medienpädagogen. Unter dem etwas einfallslosen Titel “Ausgespielt?! Nutzen und Risiken von Computerspielen” (Programm-PDF) hatte die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stitung (FES) am 12. Dezember 2008 eingeladen (UPDATE: Hier finden sich Podcasts der Vorträge und Diskussion.)

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Eltern-LAN/ Einführung Game-based-learning/ Conflict: Latin America

Drei kurze Hinweise: Auf den Seiten der Kollegen von spielbar.de findet sich ein “Handout Eltern-LAN“, das die Grundlagen der Netzwerk-Spielekultur für den Computerspiel-Laien aufbereitet.

Bei teachernews.de findet sich eine Einführung in das Thema “game-based-learning” in rund 5.000 Zeichen, die freundlicherweise auch auf dieses Blog verweist (Dank für den Hinweis an Cyberwizard).

Unlängst ist ein zweites Lern-Adventuregame aus der Reihe “Global Conflict” erschienen (mehr zum ersten Teil “Palestine” hier und hier). Statt nach Nahost geht es diesmal – wieder als Journalistin/Journalist – nach Lateinamerika. Das Spiel ist auch in deutscher Sprache spielbar (Windows und Mac OS); es findet sich eine Demo auf der Spiel-Website.

Ratgeber: Software für Kinder

heise sonderheftSeit heute steht das Sonderheft “c’t ratgeber: Software für Kinder ” für 8.50 Euro zum Verkauf am Kiosk. Es enthält eine DVD mit 25 Voll- und Demoversionen von Lernspielen und -software, die teilsweise neben der Winows-Version auch als Mac OS Version vorliegen. Die c’t aus dem heise-Verlag steht in der Regel für fundierte und gut recherchierte Informationen: “Das Heft enthält Rezensionen zu 91 Computerspielen für Kinder von 3 bis 14 Jahren sowie Beschreibungen zu 51 Lernprogrammen für die Fächer Mathe, Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Biologie und Physik.” Hier ein Leseprobe zum Spiel Felix 2 – Eine wundersame Reise durch die Zeit.

3D-Lernumgebung für interaktive Whiteboards

Die interaktive Tafel Marke Eigenbau ist auf großes Echo gestoßen.  Um diese sinnvoll – etwa im  Klassenraum – anzuwenden, bietet sich das EduSim Projekt (siehe Video) an. Den Entwicklern dieser OpenSource Lernplattform, die interaktive 3D-Umgebungen ermöglicht, ist ein kleiner Durchbruch gelungen. Die unzähligen 3D-Modelle aus Googles Sketchup-Warehouse lassen sich nun importieren.

Die dafür grundlegende Software nennt sich Croquet und basiert auf der freien Entwicklungsumgebung Squeak Smalltalk. Für eine Einführung steht nun das Buch Squeak by Example unter einer CreativeCommons Lizenz zum Download (via Julian Lombardi’s Blog).

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Theory for free: The Ecology of Games

Die Educause Quaterly Zeitschrift empfiehlt das Buch “The Ecology of Games – Connecting Youth, Games, and Learning”. Es enthält elf Aufsätze von namhaften angelsächsichen Forschern auf dem Feld des game-based-learning (GBL). Die Besprechung endet wie folgt: “The future of GBL will largely be determined by this and other works that point the way toward future research and practice. It is as appropriate for those immersed in the field of GBL as it is for those who just want to better understand what all the fuss is about.”

Das Buch ist Ende 2007 erschienen. Günstigerweise wurde es in einer “Open Access” Ausgabe der MIT-Press als pdf veröffentlicht – wie auch die anderen Bände aus der Reihe Digital Media and Learning.