Archiv für die Kategorie 'Technik'

Unreal Engine 3: Entwicklungs-Kit kostenlos

Es scheint ein Trend zu sein: Epic, die Firma hinter der Unreal Engine (Unreal Tournament, Gears of War usw.), veröffentlichte unlängst eine Entwicklungsumgebung für die dritten Generation ihrer Middleware. Dieses Developer Kit (nur Windows) ist für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zu nutzen. Mit der ebenfalls seit kurzer Zeit kostenloser Engine Unity (Win und Mac) stehen jetzt schon zwei potente Gamedesign-Werkzeugkisten zur freien Verfügung.

(via Game Politics)

Game-Editor Unity jetzt kostenlos

unity

Der Game-Editor Unity ist nun kostenlos erhätlich; die ehemalige 200 US-Dollar Indie-Version gibt es für PC und Mac; die professionelle Version Unity Pro kostet weiterhin 1500 USD. Die Game-Engine wird beispielsweise in der Reihe Global Conflicts eingesetzt

Mit der kostenlosen Lizenz bietet sich die recht einfach zu bediene Software für den Einsatz im Unterricht an; das einzige Problem ist sicherlich, dass sie nur in englischer Sprache vorliegt. – hier finden jedenfalls diverse Tutorial etc.: learnunity3d

Das dänische Softwarehouse Unity Technology erklärt ihre Entscheidung damit, dass sie ihren Umsatz mit professionellen Produkten machen. Deswegen sei die Indie-Version nun frei verfügbar, um mehr Leuten den Eintstieg in Gamedesign zu ermöglichen.

Game-based Tierversuche

Es muss wohl ein neues Kapitel in Sachen game-based-learning aufgeschlagen werden: Forscher implantierten einer Maus Sensoren ins Hirn; fixierten sie auf einer beweglichen Kugel (Hamsterrad 2.0) vor einem Bildschirm auf der sie “laufen” konnte und schickten sie durch ein Labyrinth. Das wurde virtuell mit einer modifizierten Version des Computerspiels Quake II erstellt – siehe Video.

Wie so oft, wenn an den Hirnen von Tieren rumgefummelt wird, geht es um die neurologischen Aktivitäten – also etwa um Einsicht in die Funktionsweise der Kognition.

(via Wired)

Nintendo DS-Klassenraum

nds classroom

Nintendo hat zusammen mit Sharp ein System entwickelt, um bis zu 50 DS-Konsolen via Wifi mit einem PC zu verbinden. So lassen sich etwa interaktive Tests durchführen – die Lehrperson kann Aufgabenstellungen vom dem ihr vertrauten klassischen Rechner an die tragbaren Geräte senden – das System überprüft dann automatisch die Antworten.

Im Frühjahr 2010 soll das Systen in Japan verfügbar sein; mit etwa 60 Anwendungen für die Fächer Kanji (Schrift), Mathematik, Gesellschafskunde, Physik und Geschichte (mehr Bilder finden sich hier).

Das System soll wohl aber auch als Museumsführer Verwendung finden.

(via Ollie Bray)

Bildungs-Technologien: Horizon-Report erschienen

Das erstemal ist der Horizon-Report auf Deutsch erschienen. Laut der Pressemitteilung (pdf) gilt der seit 2004 jährlich erscheinende Horizon Report “weltweit als eine der aktuellsten und verlässlichsten Informationsquellen über neue und aufkommende Technologien im Bildungsbereich. Berichtet wird über jeweils sechs ausgewählte Technologien, die in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich zum breiten Einsatz an Hochschulen kommen werden.”

Bericht in dt. Sprache (pdf)

Orginal in Englisch

Betrachtet man den Eintrag hier im Blog zum Report von 2006, lässt sich sagen, dass die damaligen Vorhersagen in die richtige Richtung wiesen.

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Die Zukunft von Serious Games

Die Ankündigungen von weiteren Bewegungssteuerungen für Spielkonsolen lassen auch für Serious Games/game-based-learning einiges erwarten. Penny de Byl von der Universität Breda hat einen kurzen Film über aktuelle Gaming-Technologien zusammengestellt (die cheesy-Musikhintermalung ließe sich kontrovers diskutieren). Neben dem Microsoft-Natal Projekt (siehe Artikel Das Ende des Joysticks von mir auf freitag.de) werden in dreieinhalb Minuten u.a. Augmented Reality-Anwendungen und Location based Services gezeigt.

(via The CEO Game)

„Wir verstehen uns als Übersetzer“ – Über das Computerspiele Museum Berlin

Interview mit Andreas Lange, Leiter des Berliner Computerspiele Museums



16.000 Computerspiele sind bislang im Berliner Computerspiele Museum gesammelt worden. IGM fragt nach, wie man die Spiele sinnvoll ausstellt und welche Probleme bei ihrer Aufbewahrung auftreten.

IGM: Herr Lange, wie wird man als Religionswissenschaftler Leiter eines Computerspiele Museums?

Andreas Lange: Nicht über eine Gamer-Leidenschaft, sondern durch einen wissenschaftlichen Zugang. Ich habe 1993 nach einem Thema für meine Abschlussarbeit gesucht und bin auf die Idee gekommen, die Geschichten von Computerspielen als moderne Mythen zu behandeln. Das war sicherlich ungewöhnlich in den Religionswissenschaften, aber mein Professor war dafür offen. Über die Recherche für diese Arbeit habe ich Menschen in Berlin kennen gelernt, die 1994 dann die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) gegründet haben. Die brauchten relativ schnell Gutachter, die die Alterseinstufungen fällten. Zwei Jahre lang habe ich als unabhängiger Gutachter bei der USK gearbeitet. Vom damaligen Trägerverein der USK wurde ich gefragt, ob ich mir denn vorstellen könnte, ein Computerspiele Museum aufzubauen. 1996 habe ich dann damit begonnen, und 1997 haben wir eine ständige Ausstellung eröffnet.

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“Cell phone learning can make a difference”

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Matthew Kam, an Assistant Professor at Carnegie Mellon University, speaks about his recent doctoral dissertation research in Indian communities and designing E-Learning games for children from other cultural backgrounds. His MILLEE (Mobile and Immersive Learning for Literacy in Emerging Economies) project was funded by the National Science Foundation and has won several awards, including one from the MacArthur Foundation.

Babbel Blog: Why do you think E-Learning games on cell phones can provide a learning benefit?

MK: The case for games for education has been made from two very different angles. One would be the theoretical angle, the other the empirical angle. From the theoretical point of view, educational researchers like James Paul Gee argued that games could incorporate very good educational principles. There have been studies on the empirical level which support this claim. The most useful study that we found was done by a team of MIT economists who studied a group of children from the urban slums in India – more than 10,000 slum children were involved in that experiment carried out over more than two years. They found that kids playing mathematical E-Learning games two times per week improved their scores on math tests. That was by far the strongest evidence so far that games have an impact for education. We thought, when mathematical games can make a difference, you should be able to achieve the same kind of benefits with language-learning games too. That is the whole motivation behind our game-based approach.

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Siftables: Schlaue Bausteine

Vielleicht liegen die Dinger in ein paar Jahren unter jedem zweiten Weihnachtsbaum: Siftables sind kleine Klötze, jedes enthält ein Display – die Bausteine können benachbarte Klötze erkennen, sind kabellos verbunden und reagieren auf Bewegung. Ein MIT-Absolvent stellte dieses digitale Spielzeug kürzlich auf der TED-Konferenz vor.

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Scratch: Programmier-Baukasten für Kinder

Als eine Art Legokasten beschreiben die Macher die Lehr -und Lern-Programmiersprache Scratch. Mit ihr lassen sich interaktive Grafiken, Spiele, Simulationen usw. erstellen; die Visualisierung der Schleifen, Parameter und Objekte einer Progamiersprache scheint dafür geeignet, dass schon Grundschulkindern damit arbeiten können. Praktischerweise lässt sich Scratch kostenlos für PC&Mac (Linux ist in Arbeit) herunterladen; es ist auch mit einer dt. Benutzeroberfläche ausgestattet (leider ist obriges Video nicht Deutsch untertitelt, aber mit einigen anderen Sprachen versehen).

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