Do-it-yourself: 3D-Plattformer zum Selberbauen

Noch ist nur eine geschlossene Beta zu spielen, aber es sieht spaßig und eben atmospherisch aus: Das Hüpfspiel “Atmosphir” soll Ende des Jahres erscheinen – kostenlos für PC & Mac. Der Clou an ihm dürfte sein, dass der offenbar gut durchdachte Leveleditor es erlaubt, auf einfach Weise riesige Stimmungsvolle Level zu erzeugen – ein guter Einstieg in das Leveldesing. Wie es sich in Zeiten von LittleBigPlanet und Spore gehört, lassen sich die selbstgemachten Spielfelder online zur Verfügung stellen, damit andere sie spielen oder weiterbearbeiten können.

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Akademische Ängste

Wie die Furcht vor Computerspielen zu überwinden sei, fragt Rafael C. Alvarado in einem Beitrag für das Journal “Ecucause Quaterly”. Unter anderem schlägt er vor, Spiele wie Civilization nicht als einfachen Ersatz für ein Geschichtsbuch zu verwenden, sondern beispielsweise Studierende die Annahmen über die menschliche Entwicklung, die der Spielmechanik zu Grunde liegen, zu untersuchen.

Alvarado verweist in dem Beitrag auch auf die Gaming Conference Anfang des Jahres am Dickinson College in Pennsylvania. Im dortigen Programm findet sich ein Beitrag über Modding von Civilization IV und ein Hinweis auf die Modifikation (Mod) “Rome: Total Realism“. Auch Constanze Steinkühler (siehe auch Wired: How video games blind us with science) trat dort auf; sie hält auf ihrer Website u.a. einen Scan eines längeren Artikels von 2008 bereit: “Massively Multiplayer Online Games as an Educational Technology” (30 MB pdf).

(via Weiterbildungsblog)

Proteine: Gerichtete Evolution als Spiel

Es ist ein erprobtes Prinzip: Lass andere deine Arbeit erledigen und sich dabei gut fühlen – funktioniert am Selbst-”Banking”-Terminal, in nahezu jeder Web 2.0 Anwendung und auch in der medizinischen Forschung. Die Stanfort Universität setzt mit ihrem Projekt Folding@home noch auf die automatisierte Leistung vernetzter PS3-Konsolen. Biologen der Washington University, die ebenfalls vernetzte Rechner einsetzen, haben ein Online-Spiel entwickelt. Sie hoffen auf das 3D-Puzzle-Vermögen des Menschen, um die besten Möglichkeiten der Faltung von Proteinen herauszufinden bzw. defekte Proteine zukünftig wirksamer medikamentös behandeln zu können. Diese simulierte “gerichtete Evolution” wird als kostenloses Wettbewerbsspiel namens fold.it präsentiert.

(via Technology Review (dt.))

Kinder-Lernux und Spielesammlung

Aus Wien kommt die Linux-Distrubution JUXlala!, die sich speziell an Kinder richtet. Die Oberfläche ist so gestaltet, dass sie schon für Kinder ab 3 Jahren geeignet sein soll.

Unter anderem enthält sie die mittlerweile betagte freie Lernspielsammlung gCompris (von 2004), die zum Teil auch kostenlos für Windows zur Verfügung steht. Die verantwortliche Initiative Netbridge lässt ihre Version des freien Betriebssystems auf Knoppix basieren, d.h. JUXlala! kann ohne Installation direkt nach einschalten des PC von der CD (oder einem USB-Stick) gestartet werden; Disk-Images stehen gratis zum Download bereit.

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Kathastrophenmanagment: Emergency und die Feuerwehr

fw_ello-jpeg-image-800x640-pixels_1206567700309.jpgÄstethik und Politik – seit letztem Jahr läuft unter diesem Motto die Veranstaltungsreihe “Spielstand” der Heinrich-Böll-Stiftung und den Sophiensaelen in Berlin. Die sechste Ausgabe am gestrigen Abend drehte sich um “Soziale Plattformen und Serious Gaming” – ein recht kompetentes Podium und ein interessiertes Publikum von etwas 40 Zuhörern gingen der Frage nach, was überhaupt ein “Serious Game” ist.

U.a. sprach dort Ralph Stock von der Firma Sixteen Tons, die 2006 ein recht erfolgreiches “ernstes” Spiel herausgebracht hat: Emergency 4 (dort findet sich auch eine PC-Demo). In Form eines RTS, eines Strategiespiels (mit Sprachsteuerung und Multiplayer) geht es um Katastrophenmanagment – Feuerwehr, THW und Polizei gilt es im Inland und Ausland nach Erdbeben, Flubzeugabstürzen etc. einzusetzten (Besprechung auf Krawall.net).

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ExerGaming/Bewegungspiele: Schritte werden zu Spielzeit

Bewegungspiele – ExerGaming – sind im Kommen. Sie wurden mit der Eye-Toy Erweiterung der Playstation heimisch. Laut einer neuseeländischen Pilotstudie (mit 20 Kindern) seien sie vom Bewegungsaspekt her ähnlich effektiv wie Fußball oder Jogging. Tanz-Spielautomaten wie Dance Dance Revolution werden mittlerweile im Sportunterricht in den USA eingesetzt. Ende April kommt das Wii “Balance Board” nach Europa, mit dem Nintendo in der Reihe Wii Fit “Fitness und Spaß” verbinden will.

Um Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahre zur Bewegung zu animieren, entwickelt der US-Spielwarenhersteller Irwin Toys derzeit eine Mulitplayer-Onlinespiel (ME2-Universe), dass Schritte in eine virtuelle Währung übersetzt – mit der können Spielzeit oder Gegenstände erworben werden. Ein kleines Handheld-Gerät mit einem eingebauten Spiel dient gleichzeitig als Schrittezähler – die Anzahl der gesammelten Schritte können per USB auf den Rechner übertragen werden. Das Gerät soll für unter 40 US-Dollar zu haben sein; für das Online-Spiel entfallen keine weiteren Kosten – dieses Frühjahr soll es losgehen.

(via Educational Games Research)

Ratgeber – Spiel & Lernsoftware pädagogisch beurteilt

spiel-und-lernsoftware-band-17propertybildwidth164height232.jpgEinen Überblick über gut 80 Computerspiele bekommt man in einem Spieleratgeber, der Ende 2007 vom Bundesfamilienministerium herausgebracht wurde. Die Broschüre “Spiel & Lernsoftware – pädagogisch beurteilt” (kostenlos als PDF) bespricht auf 50 Seiten viele kommerzielle Titel wie “Legend of Zelda -Twilight Princess” oder “Fifa 2008″, aber auch klassische Lernprogramme, z.B. “Duden Lernsoftware”. Die kurzen Beiträge sind recht kritisch verfasst und scheinen sorgfältig recherchiert. Die Publikation ist in Zusammenarbeit mit dem Computerprojekt Köln e.V. entstanden, das die Internetseite Spieleratgeber-NRW betreibt

(via schau-hin.info – Initiative zu “Kinder und Medien”)

Das Spiel zum Klimawandel

Von den zwei globalen Topthemen – War on Terror und Klimawandel – lässt sich ersteres gut mit Egoshootern und Co abhandeln, während letzteres sich prächtig für Lernspiele eignet (siehe etwa das wohl eher misslungene Sim City Societies). So dachte wohl auch die Firma IBM, die kürzlich das kostenlos erhältiche Spiel “PowerUp” für Windows-Rechner präsentierte: Allein oder in Online-Zusammenarbeit gilt es, den Planet Helios mittels Ingenieurleistungen in Sachen Solar-, Wasser- oder Windenergie vor einer drohenden Klimakatastrophe zu retten. Neben Hinweisen für Eltern findet sich ebenfalls englischsprachiges Unterrichtsmaterial für Lehrer auf der Spielwebiste (Pressemitteilung).

(Via: Future-Making Serious Games)

Spiele für die Psychotherapie

psych.pngIm Beitrag über Rise of the Videogame wurde bereits über die Behandlung von Posttraumatischen Störungen mittels Bildschirmspiele berichtet. Jetzt kommt aus Zürich ein Buch über “Serious Game Design für die Psychotherapie“. Es widmet sich in zwölf Beiträgen der möglichen Nutzung in der Behandlung von Jugendlichen und Kindern. Neben theoretischen Erörterungen werden auch vier Entwürfe von geeigneten Spielen präsentiert. Entstanden ist es aus der Zusammenarbeit von dem Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich und dem Studienprogramm Game Design der Vertiefung Interaction Design (IAD) an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) (via spielkultur.net).

Rise of the Videogame

Derzeit läuft im US-Discovery Channel eine interessante fünfteilige Serie namens “Rise of the Videogame“. Wer sie sich anschauen möchte, kann sich auf den einschlägigen Bittorent-Verzeichnissen danach umschauen – hier ein Ausschnitt:

Die Serie versucht, ein sowohl historischen als auch analytischen Blick auf Bildschirmspiele zu werfen- im Vergleich zu der oft sehr einseitigen hiesigen TV-Berichterstattung über das Medium sind diese Sendungen auf Discovery Channel wohltuend differenziert (wenn auch etwas hektisch arrangiert). Diverse Spieleentwickler der ersten Stunde bzw. von bedeutenden Spielen (Pong, Doom, SimCity usw.) kommen zu Wort sowie einige Buchautoren, die ihre Analysen zum Besten geben.

Im dritten Teil, der sich dem Zusammenhang von Egoshootern und dem Militär widmet, wird ein schwedisches Peacekeeping Spiel (Foreign Ground) erwähnt; die Therapie von Post-Traumatic-Stress-Disorder, etwa von Soldaten, per virtueller Szenarien beschrieben. Weiter wird kurz auf die Initiative “Games for a Change” hingewiesen sowie das Israel-Palästina-Spiel Peacekeeper vorgestellt (siehe obigen Ausschnitt).