Kudo ist ein Spielbaukasten, der Kinder ab 8 Jahren an logisches Denken und Programmiergrundlagen heranführen soll. Seit vergangenen Sommer gibt es die Software für die Xbox 360 (freie Demo und kostenpflichtig) – jetzt ist eine neue Version für den PC (Win) erschienen. Sie nennt sich “Technical Preview”, kann kostenlos von den Seiten der Microsoft Labore heruntergeladen werden (nur in Englischer Sprache). Als wichtigste Neuerung bringt sie ein überarbeites User Interface (UI) mit, das keinen Joystick/Gamepad oä. mehr benötigt, sondern einzig auf Tastatur und Maus setzt.
Mit der Software lassen sich recht komplexe Spiele programmieren, wie ein australischen Schulprojekt zeigte. In der herangehensweise erinnert sie an den freien Programmierbaukasten Scratch – sieht aber wesentlich chicer aus (siehe Videos unten – Mastermind und Portal Umsetzungen) und ermöglicht die Kreation von 3D-Spielen. Schulen setzen die Software ein, etwa diese Grundschule in Michigan. Ein ausführlicher Artikel über die Software und das Team dahinter findet sich bei Edge (Engl.). Und hier noch das Blog der Kudo Entwickler und der Twitter-Account eines Entwicklers. Weiter in ‘Spielbaukasten Kudo für PC’
Warum Bertelsmann Lernspielplattform scheiterte und wie sie hätte funktionieren können
Mit millionenschweren Budget versuchte scoyo erfolglos Eltern vom Nutzen seines Nachhilfe-Onlinedienstes zu überzeugen. Im Gespräch mit Beteiligten und eLearning-Experten über Konzeptionsfehler und die Möglichkeiten, mit Lernspielen im Netz positive Bilanzen zu erreichen.
DISCLAIMER (4.12.09): Auf Bitten des scoyo Pressesprechers wurde eines seiner Zitate aus dem Text entfernt. Der Sinngehalt des Beitrags wird damit nicht beinträchtigt.
UPDATE (15.12.2009): Bertelsmann verkauft scoyo an SuperRTL – der Sender gehört zu knapp 50 Prozent zu Bertelsmann (mehr Infos hier im Blog).
Die Suche nach dem heiligen Gral des Internets geht weiter: Wie verdient man Geld mit Webdiensten? Nutzer des Netzes sind es gewohnt, alles für „free“ zu bekommen; auf die Zahlungsbereitschaft von Online-Kunden zu setzen, gleicht einem Vabanque-Spiel – die kostenlose Konkurrenz ist meist nur einen Klick entfernt. In diese raue Umgebung machte sich vor rund einem Jahr die Online-Plattform scoyo auf. Sie richtet sich an Schüler und versucht mit Prinzipien des spielbasierten Lernens (game-based-learning) den Schulstoff der Klassen eins bis sieben zu vermitteln. In „Lernwelten“ werden animierte Comicfilme mit interaktiven Elementen gepaart, Fragen zu Fächern wie Mathematik, Biologie oder Englisch behandelt. „Lernen kann viel Spaß machen!“ lautet das Motto – „muss aber auch bezahlt werden“, ließe sich still ergänzen: Im Frühjahr 2009 führte das werbefreie scoyo nach der kostenlosen Betaphase ein Bezahlmodell ein. Je nach Laufzeit des Abos fallen zwischen zehn und zwanzig Euro im Monat für „Lernpakete“ an. Die Hoffnung war, damit einen Fuß in den so genannten Nachmittagsmarkt zu bekommen – eine Milliarde Euro, so die Schätzungen, werden in Deutschland jährlich für Nachhilfe ausgegeben. Weiter in ‘Warum scoyo scheiterte: “In der Natur eines Startups”’
Es scheint ein Trend zu sein: Epic, die Firma hinter der Unreal Engine (Unreal Tournament, Gears of War usw.), veröffentlichte unlängst eine Entwicklungsumgebung für die dritten Generation ihrer Middleware. Dieses Developer Kit (nur Windows) ist für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zu nutzen. Mit der ebenfalls seit kurzer Zeit kostenloser Engine Unity (Win und Mac) stehen jetzt schon zwei potente Gamedesign-Werkzeugkisten zur freien Verfügung.
Der Game-Editor Unity ist nun kostenlos erhätlich; die ehemalige 200 US-Dollar Indie-Version gibt es für PC und Mac; die professionelle Version Unity Pro kostet weiterhin 1500 USD. Die Game-Engine wird beispielsweise in der Reihe Global Conflicts eingesetzt
Mit der kostenlosen Lizenz bietet sich die recht einfach zu bediene Software für den Einsatz im Unterricht an; das einzige Problem ist sicherlich, dass sie nur in englischer Sprache vorliegt. – hier finden jedenfalls diverse Tutorial etc.: learnunity3d
Das dänische Softwarehouse Unity Technology erklärt ihre Entscheidung damit, dass sie ihren Umsatz mit professionellen Produkten machen. Deswegen sei die Indie-Version nun frei verfügbar, um mehr Leuten den Eintstieg in Gamedesign zu ermöglichen.
Der US-Spielentwickler Caspian hat für Windows einen Editor für 3D-Spiele, Thinking Worlds, veröffentlicht. Für andere Engines, etwa Unity3D, die neuerdings neben MacOS auch unter Windows läuft, braucht es für das Scripting C++ und Javascript-Kenntnisse.
Thinking Worlds ist explizit für die Entwicklung von so genannten Serious Games gedacht, die im Webbrowser laufen oder als “Standalone” (nur Windows). Die eLearning-Firma Kineo hat dem Programm einen ersten Test unterzogen. Demos und eine 30-Tage Testversionen des Authoring-Tools finden sich auf dessen Website.
“Ein Spiel in einer Woche” soll die “designerzentrierte” Software ermöglichen. Für Firmen etc., die fix ein Trainingsprogramm erstellen müssen, dürfte das interessant sein, für Privatpersonen eher weniger: Gut 1.200 Euro kostet eine Jahreslizenz.
Seit heute steht das Sonderheft “c’t ratgeber: Software für Kinder ” für 8.50 Euro zum Verkauf am Kiosk. Es enthält eine DVD mit 25 Voll- und Demoversionen von Lernspielen und -software, die teilsweise neben der Winows-Version auch als Mac OS Version vorliegen. Die c’t aus dem heise-Verlag steht in der Regel für fundierte und gut recherchierte Informationen: “Das Heft enthält Rezensionen zu 91 Computerspielen für Kinder von 3 bis 14 Jahren sowie Beschreibungen zu 51 Lernprogrammen für die Fächer Mathe, Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Biologie und Physik.” Hier ein Leseprobe zum Spiel Felix 2 – Eine wundersame Reise durch die Zeit.
Die interaktive Tafel Marke Eigenbau ist auf großes Echo gestoßen. Um diese sinnvoll – etwa im Klassenraum – anzuwenden, bietet sich das EduSim Projekt (siehe Video) an. Den Entwicklern dieser OpenSource Lernplattform, die interaktive 3D-Umgebungen ermöglicht, ist ein kleiner Durchbruch gelungen. Die unzähligen 3D-Modelle aus Googles Sketchup-Warehouse lassen sich nun importieren.
Die dafür grundlegende Software nennt sich Croquet und basiert auf der freien Entwicklungsumgebung Squeak Smalltalk. Für eine Einführung steht nun das Buch Squeak by Example unter einer CreativeCommons Lizenz zum Download (via Julian Lombardi’s Blog).
Heute startet die Scoyo-Lernplattform aus dem Hause Bertelsmann ihren öffentlichen Beta-Betrieb. Mehr zum Konzept hier. Das Video verschafft einen ganz knappen Eindruck von der Plattform – offenbar ein Mix aus Lernspielen á la CD-Rom; Sozialen-Netzwerk-Elementen mit Lernerfolgspunktestand und einem Jugendmagazin: Zielgruppe 5., 6. und 7. Klasse.
Der erste Eindruck: Professionell, sehr aufwendig produzierte Online-Plattform, die auf Flash basiert. Der unbedarfte Umgang mit der Überwachungs-Thematik ist allerdings befremdlich: Wie im Video gezeigt, werden Grundlagen der Statistik an den Aufzeichnungen der Videoüberwachung einer Schulcafetaria vermittelt.
(Update 6.11.08: Auf dem D21-Initiative Blog gibt es einen ausführlichen “ersten Eindruck”.
Als eine Art Legokasten beschreiben die Macher die Lehr -und Lern-Programmiersprache Scratch. Mit ihr lassen sich interaktive Grafiken, Spiele, Simulationen usw. erstellen; die Visualisierung der Schleifen, Parameter und Objekte einer Progamiersprache scheint dafür geeignet, dass schon Grundschulkindern damit arbeiten können. Praktischerweise lässt sich Scratch kostenlos für PC&Mac (Linux ist in Arbeit) herunterladen; es ist auch mit einer dt. Benutzeroberfläche ausgestattet (leider ist obriges Video nicht Deutsch untertitelt, aber mit einigen anderen Sprachen versehen).
Im Herbst soll die webbasierte eLearning-Plattform scoyo.de starten. Das Projekt einer Tochter des Bertelsmannkonzerns will (auch international) “interaktive Lernwelten”, die an die Curricula der jeweiligen Jahrgangsstufen angepasst sind, anbieten. Ein Blog verrät wenig über das Projekt an sich – aus dem FAQ lässt sich aber folgendes herauslesen: Es geht um die Jahrgangstufen 1. bis 7. Klasse; man will werbungsfrei ergänzend zum Schulstoff wirken, ein Punktesystem soll die Schüler motivieren. Man kann sich mittlerweile für für einen Betatest registrieren.
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