Hier eine kleine Sammlung von Ressourcen für den Geographie-, Geschichts- und Mathematikunterricht (bis auf die ersten Links sind es englischsprachige Angebote), die meist auf Google Earth (GE) basieren:
Bei Lehrer-Online finden sich hier sowohl eine Einführung als auch Material zum Thema GE.
Wanderlust: Diese Website dokumentiert die Routen diverser berühmter Reisen und Pfade, z.B. Magellans Erdumrundung oder die Seidenstraße.
Google Earth Lessons: Neben Einführung in die Nutzung von GE als Werkzeug werden zahlreiche Ideen für Unterrichtseinheiten bereit gehalten (zum Teil sind die Links leider tot).
Tony Cassidy hat eine Sammlung von bislang über 80 Spielen/Simulationen, die sich im engeren wie weiteren Sinne für das Thema Geographie/Erdkunde eignen, zusammengetragen.
Es ist ein Rätsel: Es gibt Tools wie Google Earth, die sich sowas von anbieten, im Erdkunde-, Politik- oder Geschichtsunterricht eingebunden zu werden – aber kaum ein Lehrer oder eine Lehrerin scheint es zu nutzen. Wie dem auch sei – in Google Earth ist jetzt das Projekt Rome Reborn der Virginia-Universität mit einem 3D-Modell der antiken Stadt vertreten – es besteht aus 6.000 Gebäudemodelle (siehe Video). Wenn man das Programm nun startet, findet sich in der Ebenen-Anzeige ein Eintrag “Das alte Rom”. Begibt man sich in der Software nach Rom, kann man nach Anklicken einer der gelben Rome-Reborn Symbole in dem sich öffnendem Fenster die 3D-Modellebenen herunterladen. Die Erläuterungen zu den Gebäuden sind übrigens ins Deutsche übersetzt.
(Update: Im Ogle-Earth Blog finden sich ausführliche Hintergrundinformationen zu dem Modell, etwa wie es erstellt wurde. Dort wird auch auf einen Google-Wettbewerb für Lehrer hingewiesen (in den USA), die Unterrichtskonzepte für die Nutzung des Rom-Modells (340 A.D) einreichen können.)
(Etwas weit vom Thema weg, aber im Zusammenhang mit dem Einsatz von Google Earth im Unterricht interessant. Zu beachten: In der Regel handelt es sich um englischsprachige Software.)
Waren Geoinformationssysteme (GIS) bis vor einigen Jahren noch ein Spezialgebiet, sind sie seit Google Maps/Earth alltäglicher Bestandteil des Internet geworden. Das geosemantische Web, in dem Informationen auch räumlich zum Standort des Nutzers in Bezug stehen, wird dank GPS in den künftigen Mobiltelefonen und Laptops in absehbarer Zeit ebenfalls normal sein.
Das bietet selbstredend großartige Möglichkeiten für Überwachung- und Werbezwecke, aber eben auch Daten zu erfassen und darzustellen. Als Vorgriff auf diese Zeiten werden hier kurz einige Lösungen vorgestellt, mit denen sich unterschiedliche Sachverhalte mittels Karten online und offline auf dem Rechner darstellen lassen, etwa der Verlauf von Kriegen oder die globale Ausbreitung von HIV/Aids.
Mit dem Projekt OpenStreetMap entsteht eine ohne Copyright belegte Kartensammlung, die ähnlich wie Google Maps navigierbar ist. Damit Straßen ihren Weg in das freie Kartenmaterial finden, müssen die Strecken per GPS digitalisiert werden. Seitens des Vorhabens stehen jetzt für Gruppen in Deutschland 10 GPS-Geräte zum Ausleihen zur Verfügung. Eine Kölner Klasse vervollständigte beispielsweise die Karte eines Stadteils der Rheinmetropole. Den rund 30 Schüler_innen im Alter von 16 Jahren hat es laut diesem ausführlichen Bericht insgesamt wohl Spaß gemacht.
(Unter der Kategorie “Lernux” erscheinen hier Beiträge, die nicht unmittelbar mit Computerspielen zu tun haben, sondern mehr den Bereich IT im Unterricht betreffen).
Um selber Unterrichtsmaterial in Google Earth zu erstellen, bietet sich die Overlay Funktion an. Oder um beispielsweise Schüler/innen alte Stadtpläne über das Satellitenbild ihrer Stadt legen zu lassen (hier finden sich solche von Berlin).
Per Overlay lässt sich also Kartenmaterial oder eine Grafik – kurz gesagt jegliche Bilddatei als Ebene(Layer) einfügen; hier wird es im Google Earth-Benutzerhandbuch erklärt; unten im Video in drei Minuten gezeigt.
Eine Diplomarbeit an einer Uni in Schweden kommt in Form einer Software daher: Sie ermöglicht physikalische Experimente am Bildschirm. Phun ist kostenlos erhätlich, läuft bislang unter Windows und Linux – bald auch auf Macs (Update: Die Mac-Version ist jetzt verfügbar 18.05.08). Die Sprache ist Englisch, aber eine deutsche Übersetzung ist sicher nur noch eine Frage der Zeit. Die Sprache lässt sich von Englisch ins Deutsche sowie andere Sprachen in den Einstellungen ändern. Im Forum zum Programm finden sich viele Beispiele und Anregungen.
Der Verein für Medien- und Kulturpädagogik Blickwechsel bietet eine Übersicht von Praxisbüchern. Dort findet sich auch der Hinweis auf den “Bleiben Sie dran! Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern – Ein Handbuch für MultiplikatorInnen” von 1999. Da er vergriffen ist, wird es kostenlos als PDF zum Download angeboten.
Die Medien Internet und Computer finden aufgrund des Erscheinungsjahrs in dem Handbuch noch keine Berücksichtigung. Aber es bietet auf seinen 300 Seiten neben Beiträgen zu medienpädagogischen Grundlagen sowie zur Gestaltung von Elterngesprächen und -beratungen auch diverse Materialien, etwa einen “Fragebogen zur Medienbiographie”.
Der Einsatz von Google Earth für Lehrzwecke ist naheliegend: Ein 3D Atlas (oder “Satellitenatlant”), der Prozesse darstellen kann und in den eigene Geoinformationen eingebunden werden können.
Das Institut für Geoinformatik in Münster bietet einige Module mit Vorschlägen zur Unterrichtsgestaltung an, die teilweise als PDF vorliegen. Neben einer Einführung in das Programm selbst, sollen die Schüler/innen lernen, wie man beispielsweise Karten-Overlays erstellt und mittels KML (Keyhole Markup Language) einbindet.
Verschiedene Konzepte und Ideen für dene Unterricht finden sich auch in dem englischsprachigen Juicy Geography Blog. Etwa wie SchülerInnen mit dem 3D-Programm SketchUp zu Stadtplanern in Plymouth werden (Link).
Es braucht nur ein wenig Basteln, dann kann jeglicher Bildschirm oder jedes Beamerbild zu einem interaktiven “Touchscreen” umgewandelt werden. Eine wunderbare Lösung, um beim Vortrag an der Beamer-”Tafel” nicht ständig am Rechner rumfummeln zu müssen, sondern direkt an der Wand mit dem projizierten Bild zu agieren.
Kommerzielle Produkte dieser Art, so genannte Interactive Whiteboards, kosten weit über 1000€ – für die Lösung von Johnny Chung Lee braucht es etwa 50€ : lediglich eine Wii Remote (Wiimote) wird benötigt, das kabellose Steuergerät der Wii-Spielkonsole von Nintendo – de facto eine Webcam, die bis zu vier Infrarotsignale auswerten kann. Per Bluetooth lässt sich das das Gerät ansteuern, es dient als Empfänger für einen Stift, der per Infrarot-LED die Funktion des Zeigers, also der Maus übernimmt (Quelle des Schemas:J.C. Lee).
Seit der US-Forscher im Dezember 2007 seine Lösung präsentierte, hat sich eine rege Community rund um das Projekt gefunden; fleissig wird an Software und Treibern gebastelt. Englischsprachige Informationen findet man im Forum des Wiimote-Projects. Dazu gehören auch Tipps und Bauanleitung für den Infrarotstift. Die kann man gut gebrauchen, denn während man einen Bluetooth Empfänger (als USB-Stick) bereits für weniger als 10€ und die Wiimote einzelnd für 40€ erhält, muss man den Infrarot-Stift selber bauen – die Bauteile sind für zwei Euro zu haben. Weiter in ‘Interaktive Tafel Marke Eigenbau’
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