
Kurz vor Weihnachten 2008 wurde der “Kölner Aufruf gegen Computergewalt” veröffentlicht, der die dramatisch klingende Frage stellt: “Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und in die Herzen?”
Zahlreiche WissenschaftlerInnen, offenbar aus dem Kreis der Friedensbewegung, haben diesen unterzeichnet; vorneweg Maria Mies, eine renommierte Soziologin, Feministin und Globalisierungskritikerin. Neben attac- und SPD-Mitgliedern findet sich auch der umstrittende Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen unter den ErstunterzeichnerInnen.
Der Aufruf hat für einige Resonanz (etwa hier) gesorgt, fällt er doch ein recht pauschales Urteil über Computerspiele und dazugehöriger Industrie im allgemeinen (Protest der Softwarefirma Computec) und er polemisiert gegen ein bestimmtes Lager der bundesdeutschen Medienpädagogen.



Ein Bundesamt oder gar Ministerium für Computerspiele wird es wohl so schnell nicht geben. Doch wenigstens einen “Deutschen Computerspielpreis” soll nach dem Willen der Koalitionsparteien ausgelobt werden. Ende Januar 2008 stimmten sie im Kultur- und Medienausschuss des Bundestags ihrem eigenen Antrag zu, demnach die Bundesregierung einen Preis für Computerspiele auschreiben soll. Das Ganze geht zurück auf “Überlegungen zur Förderung von qualitativ hochwertigen interaktiven Unterhaltungsmedien wie Computer- und Videospiele” (BT-Drucksache
Es ist kein Geheimnis, dass kriegerische Zwecke Hauptantriebsfeder technologischer Innovation waren und sind. So wundert es nicht, dass die US-Army seit 2002 das Rekruitierungsspiel 

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat eine