GPS ausleihen: Schüler karteographieren Köln

Mit dem Projekt OpenStreetMap entsteht eine ohne Copyright belegte Kartensammlung, die ähnlich wie Google Maps navigierbar ist. Damit Straßen ihren Weg in das freie Kartenmaterial finden, müssen die Strecken per GPS digitalisiert werden. Seitens des Vorhabens stehen jetzt für Gruppen in Deutschland 10 GPS-Geräte zum Ausleihen zur Verfügung. Eine Kölner Klasse vervollständigte beispielsweise die Karte eines Stadteils der Rheinmetropole. Den rund 30 Schüler_innen im Alter von 16 Jahren hat es laut diesem ausführlichen Bericht insgesamt wohl Spaß gemacht.

(via golem.de)

(Unter der Kategorie “Lernux” erscheinen hier Beiträge, die nicht unmittelbar mit Computerspielen zu tun haben, sondern mehr den Bereich IT im Unterricht betreffen).

Geheimdienstspiele: Ohne Waterboarding

Es sind 16 an der Zahl, die offiziell bekannten Geheimdienst-Agenturen der USA. Eine davon, die dem Verteidigungsministerium unterstellte Defence Intelligence Agency (DIA), setzt seit neuestem drei Bildschirmspiele zur Schulung ihrer Mitarbeiter ein. Ein Redakteur von Wired konnte diese selber ausprobieren: Die Palette der Spielmodi reicht wohl vom Quiz- über ein Detektivspiel bis hin zu einer Art Actionadventure. Im letzteren gehören auch Verhörtechniken zum Inhalt, allerdings ohne die umstrittenen Ertrinksimulation “Waterboarding“.

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Podcasts in der Schule

podc_schule3.jpgAm Mariengymnasium in Arnsberg verbreitet ein Englischlehrer seine Hausaufgaben als gesprochenes Wort via Internet-Podcasts. Die Schüler/innen können sie im Netz schriftlich lösen oder auch gesprochene Antworten hochladen. Podcasts sind per RSS-Feed abonnierbare Audiodateien, meist im mp3-Format, die direkt auf Websites gehört oder heruntergeladen werden können.

Praxisbeispiele, wie das eingangs erwähnte, finden sich auf schulpodcasting.info. Darüberhinaus bietet die Seite viele Informationen über den Nutzen für Schulzwecke sowie die Produktion von Podcasts. Die beiden Macher der Seite, selber Lehrer, stellen das Konzept auch auf Lehrer-Online vor; in einem weiteren Beitrag speziell für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht. Einer der beiden schrieb seine zweite Staatsarbeit sogar über das Thema: Podcasting im Englischunterricht (PDF, 50 Seiten).

(Via Medienmami)

Call for Papers: The Pisa Quest

Auf den GameDay2007 Ende Mai soll es u.a. folgenden Workshop geben: „The PISA Quest – Besser lernen von und mit Games?“. Der Veranstalter, das Zentrum für graphische Datenverarbeitung (ZGDV), kooperiert dafür mit dem Forschungsschwerpunkt und Graduiertenkolleg e-Learning der TU Darmstadt. Es folgt der “Call for Papers” zu der Veranstaltung, Einsendeschluss ist Mitte April:

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Wenn es unterwegs kritisch wird

Vor einiger Zeit schon hat das EdufutureBlog über das Forschungsprojekt mGBL – “mobile Game-Based Learning: Perspektiven und Verwendung im Zusammenhang mit Lernen und Berufsberatung” berichtet. In einem Beitrag auf elearningeuropa.info (Initiative der Europäischen Kommission) wird in staubtrockner Beamtensprache das Vorhaben erläutert: “Die Projektidee basiert auf der Tatsache, dass mobile Geräte immer weiter verbreitet sind und besonders Mobiltelefone das repräsentieren, was junge Erwachsene unterschiedlicher Bildungsstufen und ‘Kulturniveaus’ gemeinsam haben.

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Chinesisch lernen in 3000 Stunden

michigan universityAuf Terranova zeigt sich Lisa Galarneau angesichts der Nachricht auf Joystiq skeptisch, dass ein neues Multiplayer Online Game zum Mandarin (Hochchinesisch) lernen dienlich sein kann. An der Michigan State University wird derzeit eine Plattform namens “Zon – the new Chengo Chinese” entwickelt, in das laut einem Konzeptpapier (doc) ein Sprachlernpensum von rund 3.000 Stunden gepackt werden soll. Garlarneu hält es für sinnvoller, bestehende MMO zum trainieren von “Soft Skills” etc. zu nutzen, als ständig weitere Lernspiele auf den Markt zu werfen. Genauer kann man ihre Ansichten in dem Buchbeitrag “Learning for 21st Century Skills” (12MB pdf) nachvollziehen, den sie mit einer Kollegin zusammen geschrieben hat.

Ego-Learner: Medizintraining aus der Ich-Perspektive

pulse_1.jpgDas Spielformat der First-Person-Shooter ist unheimlich populär. Für Lernzwecke produzierte Computerspiele nutzen 3D-Darstellung aus der Ich-Perspektive allerdings selten – der Entwicklungsaufwand ist doch recht groß.seriousgamessource.com hat vor kurzem ein Feature über den Medizin-Simulator Pulse!! veröffentlicht.

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Google Earth im Unterricht

In der Cyberpunk-Disutopie Snow Crash von Anfang der 90er Jahre beschreibt Neal Stephenson einen holographischen, virtuellen Globus, der in Echtzeit Satellitenbilder von jedem Punkt der Erde nebst Informationen liefert. Google Earth kann zwar noch nicht mit allen dieser Features aufwarten, entwickelt sich aber immer mehr zum Bildungstool.

Update: Im Lernux-Blog findet sich mehr zum Thema.
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Multi-User Virtual Environments (MUVEs)

river.jpgVirtuelle Lernräume, in denen Schüler oder Studenten gleichzeitig und zusammen lernen können, werden fleissig erforscht. An der Harvard Uni etwa, läuft das Projekt The River: Die Lernenden reisen in eine kleine Stadt Ende des 19. Jahrhunderts in der Dampfmaschinenära und haben die Aufgabe, zu klären, warum die Einwohner der Stadt erkranken.

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Nintendo und Escapist

ds_brain_training_content_05_de.jpgMit BrainAge, dem Wissens- und Denkspiel auf dem Nintendo DS, hat ein Bildungsspiel den kommerziellen Massenmarkt erobert. Das Nintendo im Kampf um die Zielgruppe der Älteren – nicht zuletzt in Abgrenzug zu Xbox360 und Playstation 3 – jetzt vermehrt auf Lernspiele setzt, wurde auf der Games Convention 06 in Leipzig deutlich. So wurde der Title English Training angekündigt.

Dem Potenzial, den Konzepten sowie der Theorie und Praxis der EduGames widmete das lesenwerte Escapist-Magazin einen seiner letzten Titel, siehe die 59. Ausgabe.