Für das International Games Magazine IGM habe ich Kai Müller von der Mainzer Ambulanz für Spielsucht interviewt. In dem Zusammenhang sei noch die Tagung “Internet und Computerspiele – Wann beginnt die Sucht?” der Drogenbeauftragten der Bundesregierung erwähnt. Sie findet am 3. Juli 2009 in Berlin statt (Programm als pdf).
Der Diplom-Psychologe Kai Müller berichtet IGM über die Arbeit der Ambulanz für Spielsucht. Diese Einrichtung an der Uniklinik Mainz war die erste ihrer Art. Seit ihrer Eröffnung hat sie 150 Menschen wegen Abhängigkeit von Online-Rollenspielen beraten und einige Dutzend erfolgreich behandelt.
IGM: Ist Computerspielsucht eine besondere Sucht?
Kai Müller: Ja, Computerspielsucht ist schon eine besondere Form der Abhängigkeit. Sie ist ein eigenständiges Störungsbild. Man kann sie vergleichen mit anderen klassischen Abhängigkeitserkrankungen wie Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit usw. Computerspielsucht nimmt aber eine Sonderstellung ein, da sie eine „stoffungebundene Abhängigkeit“ ist. Das heißt, es wird dem Körper keine psychotrope, keine bewusstseinsverändernde Substanz verabreicht. Stattdessen entwickelt sich die Abhängigkeit über ein exzessives Spielverhalten.
Hier eine kleine Sammlung von Ressourcen für den Geographie-, Geschichts- und Mathematikunterricht (bis auf die ersten Links sind es englischsprachige Angebote), die meist auf Google Earth (GE) basieren:
Bei Lehrer-Online finden sich hier sowohl eine Einführung als auch Material zum Thema GE.
Wanderlust: Diese Website dokumentiert die Routen diverser berühmter Reisen und Pfade, z.B. Magellans Erdumrundung oder die Seidenstraße.
Google Earth Lessons: Neben Einführung in die Nutzung von GE als Werkzeug werden zahlreiche Ideen für Unterrichtseinheiten bereit gehalten (zum Teil sind die Links leider tot).
World of Warcraft (WoW) spielen derzeit etwa 11,5 Millionen Spieler und ist in der westlichen Welt das erfolgreichste Multiplayer-Online Game. Lucas Gillespiel hat nun ein WoW-in-Schools-Wiki ins Leben gerufen. In seinem Blog EduRealms beschreibt er, dass er ein Projekt für “at-risk youth” plant – in Dtl. dürften damit die so genannten bildungsfernen Jugendlichen gemeint sein.
Im Wiki befindet sich schon einiges an Material, etwa Ideen, wie Schulstoffe in der virtuellen Welt von WoW umgesetzt werden könnten: In Mathematik ließen sich etwa die Schadenswirkung verschiedener Waffen vergleichen oder in Deutsch Aufgaben (“Quests”) entwerfen.
Tony Cassidy hat eine Sammlung von bislang über 80 Spielen/Simulationen, die sich im engeren wie weiteren Sinne für das Thema Geographie/Erdkunde eignen, zusammengetragen.
Die Bezeichung Serious Games (SG), ernste Spiele, klingt nach einem Widerspruch. Spiele sollen primär Spaß machen, jenseits davon gelten sie als “zweckfrei”; “ernsten Spaß” gibt es nicht. Der Zusatz “serious” kann also nur meinen, dass Spiele dieser Art eine Agenda jenseits von Unterhaltungszwecken haben. Wie wird diese Agenda verfolgt und umgesetzt?
Für den Kurs “eVideo 2.0” an der Hochschule Technische Wissenschaften (HTW) in Berlin habe ich eine Einführung in SG gegeben. Hier findet sich ein ausführlicher Wikieintrag zum Thema – mit Definition, Links zu Beispielen usw. – den ich für die Kursmaterialien erstellt habe. Im Video (s.o.) werden in drei Minuten sechs Beispiele von SG gezeigt; am spannensten ist wohl das letzte Beispiel, ein (Serious) Alternate Reality Game namens World without Oil. (Mehr zu ARG im eVideo 2.0-Kurswiki hier). Unten finden sich noch einige Folien, die einen Kurzüberblick zu SG geben.
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