Der tolle freie Physik-Baukasten Phun liegt nun auch in einer kostenpflichtigen Version für Bildungszwecke vor: Algodoo versteht entgegen Phun auch die Touchscreen-Eingabe, etwa des Intel Classmate PC. Dazu finden sich Aufgabenstellungen für den Unterricht, hier einige Beispiele (pdf – in. Engl.) – via Future Making Serious Games.
Für das Erlernen von Mathematik eignet sich dagegen wohl das 3D-Lernabenteuerspiel 2weistein. Der Münchener Spielentwickler Brainmonster brachte es dieser Tage auf den Markt. In einer Fantasy-Umgebung soll spielerisch der Mathestoff für Grundschulkinder (2.-4. Klasse) vermittelt werden. Eine Extraversion (statt 39 Euro kostet sie 99 Euro) wurde zusammen mit dem ADHS-Zentrums München entwickelt und enhält 18 Extra-Level, die sich gezielt an Kinder richten, die als “hyperaktiv” diagnostiziert wurden – also eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ihr Eigen nennen. (Auf der Spielwebsite findet sich eine Demo für PC&Mac) – via Cyberwizard.

Kurz vor Weihnachten 2008 wurde der “Kölner Aufruf gegen Computergewalt” veröffentlicht, der die dramatisch klingende Frage stellt: “Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und in die Herzen?”
Zahlreiche WissenschaftlerInnen, offenbar aus dem Kreis der Friedensbewegung, haben diesen unterzeichnet; vorneweg Maria Mies, eine renommierte Soziologin, Feministin und Globalisierungskritikerin. Neben attac- und SPD-Mitgliedern findet sich auch der umstrittende Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen unter den ErstunterzeichnerInnen.
Der Aufruf hat für einige Resonanz (etwa hier) gesorgt, fällt er doch ein recht pauschales Urteil über Computerspiele und dazugehöriger Industrie im allgemeinen (Protest der Softwarefirma Computec) und er polemisiert gegen ein bestimmtes Lager der bundesdeutschen Medienpädagogen.
Weiter in ‘Kulturstreit um Medienpädagogik: Kölner Aufruf gegen Computergewalt’

Der britische Fernsehsenders Channel 4 hat im Rahmen seiner Serie “Disarming Britain” ein 3D-Spiel über Jugendgewalt namens “Dead Ends” produzieren lassen. Das kostenlos herunterladbare Spiel für den PC versetzt den Spieler einmal in die Rolle eines frisch rekrutieren Gang-Mitglieds, aber auch in die Rolle eines Polizisten, der ein Mord in dem Gang-Milieu aufklären soll.
Entwickelt wurde das Spiel von Rolling Sounds. Dieses Projekt – ein “multimedia education provider” – bietet diverse medienpädagogische Kurse und Services an, die sich an Jugendliche selbst als auch Pädagogen wendet. Im Falle des Spiels Dead Ends waren auch Jugendliche an dem Entwicklungsprozess beteiligt; benutzt wurde die zusammen mit Peanutbutterfingers entwickelte Zen 3D-Engine.
(via The Guardian)
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