Nicht alle Tage wird vor dem Sitzungsaal des Berliner Abgeordnetenhauses Counter Strike gezockt. So bot die dortige Wandelhalle gestern ein recht ungewöhnliches Bild – Pädagogen scharten sich um die Bildschirme der 20 Rechner der Eltern-LAN Initiative und griffen zögerlich zur Maus. Der junge Mann mit dem “Ich spiele Killerspiele”-T-Shirt konnte dort nicht mehr provozieren. Ein Tag mit mehreren Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einigen Workshops lag hinter den Lehrern und Medienpädagogen. Unter dem etwas einfallslosen Titel “Ausgespielt?! Nutzen und Risiken von Computerspielen” (Programm-PDF) hatte die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stitung (FES) am 12. Dezember 2008 eingeladen (UPDATE: Hier finden sich Podcasts der Vorträge und Diskussion.)
Drei kurze Hinweise: Auf den Seiten der Kollegen von spielbar.de findet sich ein “Handout Eltern-LAN“, das die Grundlagen der Netzwerk-Spielekultur für den Computerspiel-Laien aufbereitet.
Bei teachernews.de findet sich eine Einführung in das Thema “game-based-learning” in rund 5.000 Zeichen, die freundlicherweise auch auf dieses Blog verweist (Dank für den Hinweis an Cyberwizard).
Unlängst ist ein zweites Lern-Adventuregame aus der Reihe “Global Conflict” erschienen (mehr zum ersten Teil “Palestine” hier und hier). Statt nach Nahost geht es diesmal – wieder als Journalistin/Journalist – nach Lateinamerika. Das Spiel ist auch in deutscher Sprache spielbar (Windows und Mac OS); es findet sich eine Demo auf der Spiel-Website.
Seit heute steht das Sonderheft “c’t ratgeber: Software für Kinder ” für 8.50 Euro zum Verkauf am Kiosk. Es enthält eine DVD mit 25 Voll- und Demoversionen von Lernspielen und -software, die teilsweise neben der Winows-Version auch als Mac OS Version vorliegen. Die c’t aus dem heise-Verlag steht in der Regel für fundierte und gut recherchierte Informationen: “Das Heft enthält Rezensionen zu 91 Computerspielen für Kinder von 3 bis 14 Jahren sowie Beschreibungen zu 51 Lernprogrammen für die Fächer Mathe, Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Biologie und Physik.” Hier ein Leseprobe zum Spiel Felix 2 – Eine wundersame Reise durch die Zeit.
Die interaktive Tafel Marke Eigenbau ist auf großes Echo gestoßen. Um diese sinnvoll – etwa im Klassenraum – anzuwenden, bietet sich das EduSim Projekt (siehe Video) an. Den Entwicklern dieser OpenSource Lernplattform, die interaktive 3D-Umgebungen ermöglicht, ist ein kleiner Durchbruch gelungen. Die unzähligen 3D-Modelle aus Googles Sketchup-Warehouse lassen sich nun importieren.
Die dafür grundlegende Software nennt sich Croquet und basiert auf der freien Entwicklungsumgebung Squeak Smalltalk. Für eine Einführung steht nun das Buch Squeak by Example unter einer CreativeCommons Lizenz zum Download (via Julian Lombardi’s Blog).
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