Als eine Art Legokasten beschreiben die Macher die Lehr -und Lern-Programmiersprache Scratch. Mit ihr lassen sich interaktive Grafiken, Spiele, Simulationen usw. erstellen; die Visualisierung der Schleifen, Parameter und Objekte einer Progamiersprache scheint dafür geeignet, dass schon Grundschulkindern damit arbeiten können. Praktischerweise lässt sich Scratch kostenlos für PC&Mac (Linux ist in Arbeit) herunterladen; es ist auch mit einer dt. Benutzeroberfläche ausgestattet (leider ist obriges Video nicht Deutsch untertitelt, aber mit einigen anderen Sprachen versehen).
Monatsarchiv für September, 2008

Ringsherum herrscht Baulärm, Potsdam krempelt einen Teil seiner Altstadt um. Diese Klangkulisse passt zur „Play08“, einer Veranstaltung, die sich der „kreativen Nutzung“ von Computerspielen widmet. Vier Tage lang im September kommen rund 200 Schüler und gut zwei Dutzend Pädagogen in die brandenburgische Hauptstadt, um digitale Spiele von einer anderen Seite kennenzulernen.
Lange, schwere schwarze Vorhänge, wie man sie im Theater findet, unterteilen den hallenartigen Raum des „Schaufensters“ der Fachhochschule Potsdam in einzelne Arbeitsbereiche. Zahlreiche Laptops stehen auf Tischen verteilt, Beamer summen vor sich hin; Juchzen und Johlen dringt von der Wii-Konsole hinüber, an der sich ein paar 6.-Klässler mit Tennis und Markio-Kart vergnügen.
„Lass mich noch einmal die Killerfrau spielen“, ruft ein Junge und drängelt sich vor einen Bildschirm. Hier geht gerade ein Workshop mit einer Schulklasse zu Ende, die mit dem Programm „Mission Maker“ im Laufe des Tages Grundzüge des Gamedesigns erlernten. Die Schöpferin der „Killerfrau“, eine 9.-Klässlerin von einem Berliner Gymnasium erklärt stolz ihr Spiel, in der eine Frau aus einem gefängnisähnlichen Bau entkommen muss. Auf die Frage, ob sie vorstellen könne, so etwas auch im Schulunterricht zu machen meint sie: „Man lernt dabei doch nichts“.
Weiter in ‘Play08-Bericht: Medienpädagogische Nische (update)’
Noch ist nur eine geschlossene Beta zu spielen, aber es sieht spaßig und eben atmospherisch aus: Das Hüpfspiel “Atmosphir” soll Ende des Jahres erscheinen – kostenlos für PC & Mac. Der Clou an ihm dürfte sein, dass der offenbar gut durchdachte Leveleditor es erlaubt, auf einfach Weise riesige Stimmungsvolle Level zu erzeugen – ein guter Einstieg in das Leveldesing. Wie es sich in Zeiten von LittleBigPlanet und Spore gehört, lassen sich die selbstgemachten Spielfelder online zur Verfügung stellen, damit andere sie spielen oder weiterbearbeiten können.
Wie die Furcht vor Computerspielen zu überwinden sei, fragt Rafael C. Alvarado in einem Beitrag für das Journal “Ecucause Quaterly”. Unter anderem schlägt er vor, Spiele wie Civilization nicht als einfachen Ersatz für ein Geschichtsbuch zu verwenden, sondern beispielsweise Studierende die Annahmen über die menschliche Entwicklung, die der Spielmechanik zu Grunde liegen, zu untersuchen.
Alvarado verweist in dem Beitrag auch auf die Gaming Conference Anfang des Jahres am Dickinson College in Pennsylvania. Im dortigen Programm findet sich ein Beitrag über Modding von Civilization IV und ein Hinweis auf die Modifikation (Mod) “Rome: Total Realism“. Auch Constanze Steinkühler (siehe auch Wired: How video games blind us with science) trat dort auf; sie hält auf ihrer Website u.a. einen Scan eines längeren Artikels von 2008 bereit: “Massively Multiplayer Online Games as an Educational Technology” (30 MB pdf).
(via Weiterbildungsblog)
auf Twitter

Letzte Kommentare