Mit dem Projekt OpenStreetMap entsteht eine ohne Copyright belegte Kartensammlung, die ähnlich wie Google Maps navigierbar ist. Damit Straßen ihren Weg in das freie Kartenmaterial finden, müssen die Strecken per GPS digitalisiert werden. Seitens des Vorhabens stehen jetzt für Gruppen in Deutschland 10 GPS-Geräte zum Ausleihen zur Verfügung. Eine Kölner Klasse vervollständigte beispielsweise die Karte eines Stadteils der Rheinmetropole. Den rund 30 Schüler_innen im Alter von 16 Jahren hat es laut diesem ausführlichen Bericht insgesamt wohl Spaß gemacht.
(Unter der Kategorie “Lernux” erscheinen hier Beiträge, die nicht unmittelbar mit Computerspielen zu tun haben, sondern mehr den Bereich IT im Unterricht betreffen).
The New Yorker bringt einen längeren Beitrag über ein Spiel namens “Virtual Iraq” mit dem Post Traumtic Stress Disorder – PTSD – behandelt werden soll; also traumatisierte Veteranen des US-Militärs ihre Erlebnisse aufarbeiten können. Bereits 2006 wurde über die Entwicklung des Spiels berichtet; der wissenschaftliche Ansatz wird hier von Forschern beschrieben.
Wie wäre es mal mit einem Spiel für die Ongoing-Stress-Disorder der irakischen Bevölkerung?
Es sind 16 an der Zahl, die offiziell bekannten Geheimdienst-Agenturen der USA. Eine davon, die dem Verteidigungsministerium unterstellte Defence Intelligence Agency (DIA), setzt seit neuestem drei Bildschirmspiele zur Schulung ihrer Mitarbeiter ein. Ein Redakteur von Wired konnte diese selber ausprobieren: Die Palette der Spielmodi reicht wohl vom Quiz- über ein Detektivspiel bis hin zu einer Art Actionadventure. Im letzteren gehören auch Verhörtechniken zum Inhalt, allerdings ohne die umstrittenen Ertrinksimulation “Waterboarding“.
Mit “Grand Theft Childhood” ist ein unlängst in den USA erschienenes Buch betitelt. Darin räumen zwei Forscherinnen der Harvard-Universität mit diversen Mythen über Computerspiele auf. So stellten sie in einer recht umfangreichen Studie fest (über 1200 Kinder und Eltern), dass auch viele Mädchen gewalthaltige Bildschirmspiele spielen. Das Nicht-Spielen von Computerspielen sei heutzutag sogar ein Anzeichen von fehlender Sozialkompetenz, da die elektronischen Spiele meist zusammen gespielt würden, meint eine der Forscherinnen.
Die Autorinnen, beides Psychiater, scheinen in ihrer Publikation jedenfalls diffenziert vorzugehen und bringen einen faktenorientieren Ton in eine oft aufgeregt geführte Debatte. Hier ein Interview auf openeducation.net und hier ein Artikel der beiden aus der Psychiatric Times.
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