Ästethik und Politik – seit letztem Jahr läuft unter diesem Motto die Veranstaltungsreihe “Spielstand” der Heinrich-Böll-Stiftung und den Sophiensaelen in Berlin. Die sechste Ausgabe am gestrigen Abend drehte sich um “Soziale Plattformen und Serious Gaming” – ein recht kompetentes Podium und ein interessiertes Publikum von etwas 40 Zuhörern gingen der Frage nach, was überhaupt ein “Serious Game” ist.
U.a. sprach dort Ralph Stock von der Firma Sixteen Tons, die 2006 ein recht erfolgreiches “ernstes” Spiel herausgebracht hat: Emergency 4 (dort findet sich auch eine PC-Demo). In Form eines RTS, eines Strategiespiels (mit Sprachsteuerung und Multiplayer) geht es um Katastrophenmanagment – Feuerwehr, THW und Polizei gilt es im Inland und Ausland nach Erdbeben, Flubzeugabstürzen etc. einzusetzten (Besprechung auf Krawall.net).
Um selber Unterrichtsmaterial in Google Earth zu erstellen, bietet sich die Overlay Funktion an. Oder um beispielsweise Schüler/innen alte Stadtpläne über das Satellitenbild ihrer Stadt legen zu lassen (hier finden sich solche von Berlin).
Per Overlay lässt sich also Kartenmaterial oder eine Grafik – kurz gesagt jegliche Bilddatei als Ebene(Layer) einfügen; hier wird es im Google Earth-Benutzerhandbuch erklärt; unten im Video in drei Minuten gezeigt.
Eine Diplomarbeit an einer Uni in Schweden kommt in Form einer Software daher: Sie ermöglicht physikalische Experimente am Bildschirm. Phun ist kostenlos erhätlich, läuft bislang unter Windows und Linux – bald auch auf Macs (Update: Die Mac-Version ist jetzt verfügbar 18.05.08). Die Sprache ist Englisch, aber eine deutsche Übersetzung ist sicher nur noch eine Frage der Zeit. Die Sprache lässt sich von Englisch ins Deutsche sowie andere Sprachen in den Einstellungen ändern. Im Forum zum Programm finden sich viele Beispiele und Anregungen.
Um Beiträge zum Thema “Computerspiele und Videogames in formellen und informellen Bildungskontexten” bittet die halbjährlich erscheinende Online-Zeitschrift MedienPädagogik bis zum 15.07.2008.
Der Verein für Medien- und Kulturpädagogik Blickwechsel bietet eine Übersicht von Praxisbüchern. Dort findet sich auch der Hinweis auf den “Bleiben Sie dran! Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern – Ein Handbuch für MultiplikatorInnen” von 1999. Da er vergriffen ist, wird es kostenlos als PDF zum Download angeboten.
Die Medien Internet und Computer finden aufgrund des Erscheinungsjahrs in dem Handbuch noch keine Berücksichtigung. Aber es bietet auf seinen 300 Seiten neben Beiträgen zu medienpädagogischen Grundlagen sowie zur Gestaltung von Elterngesprächen und -beratungen auch diverse Materialien, etwa einen “Fragebogen zur Medienbiographie”.
Am Mariengymnasium in Arnsberg verbreitet ein Englischlehrer seine Hausaufgaben als gesprochenes Wort via Internet-Podcasts. Die Schüler/innen können sie im Netz schriftlich lösen oder auch gesprochene Antworten hochladen. Podcasts sind per RSS-Feed abonnierbare Audiodateien, meist im mp3-Format, die direkt auf Websites gehört oder heruntergeladen werden können.
Praxisbeispiele, wie das eingangs erwähnte, finden sich auf schulpodcasting.info. Darüberhinaus bietet die Seite viele Informationen über den Nutzen für Schulzwecke sowie die Produktion von Podcasts. Die beiden Macher der Seite, selber Lehrer, stellen das Konzept auch auf Lehrer-Online vor; in einem weiteren Beitrag speziell für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht. Einer der beiden schrieb seine zweite Staatsarbeit sogar über das Thema: Podcasting im Englischunterricht (PDF, 50 Seiten).
Der Einsatz von Google Earth für Lehrzwecke ist naheliegend: Ein 3D Atlas (oder “Satellitenatlant”), der Prozesse darstellen kann und in den eigene Geoinformationen eingebunden werden können.
Das Institut für Geoinformatik in Münster bietet einige Module mit Vorschlägen zur Unterrichtsgestaltung an, die teilweise als PDF vorliegen. Neben einer Einführung in das Programm selbst, sollen die Schüler/innen lernen, wie man beispielsweise Karten-Overlays erstellt und mittels KML (Keyhole Markup Language) einbindet.
Verschiedene Konzepte und Ideen für dene Unterricht finden sich auch in dem englischsprachigen Juicy Geography Blog. Etwa wie SchülerInnen mit dem 3D-Programm SketchUp zu Stadtplanern in Plymouth werden (Link).
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