Ein Bundesamt oder gar Ministerium für Computerspiele wird es wohl so schnell nicht geben. Doch wenigstens einen “Deutschen Computerspielpreis” soll nach dem Willen der Koalitionsparteien ausgelobt werden. Ende Januar 2008 stimmten sie im Kultur- und Medienausschuss des Bundestags ihrem eigenen Antrag zu, demnach die Bundesregierung einen Preis für Computerspiele auschreiben soll. Das Ganze geht zurück auf “Überlegungen zur Förderung von qualitativ hochwertigen interaktiven Unterhaltungsmedien wie Computer- und Videospiele” (BT-Drucksache 16/7081).
Monatsarchiv für Januar, 2008
(Siehe auch: Interaktive Tafel Marke Eigenbau)
Diesmal etwas über Gaming-Hardware: Johnny Chung Lee von der Carnegie Mellon Universität in Pennsylvania zeigt in einem Video, wie mit relativ günstigen Mitteln – rund 100 US-Dollar – ein interaktives Whiteboard zu basteln ist: Zentrales Element ist eine Wii-Mote. Der kabellose Joystick der jüngsten Nintendo-Konsole dient als Infrarot-Empfänger. Kommerzielle Produkte, etwa vom Marktführer Smart, kosten weit über 1000 Euro. Seit 2005 wurden in Hamburg in einem Modellversuch solche Whiteboards an 39 Schulen eingesetzt. Sie stießen wohl auf gute Resonanz, wie elearning-journal.de berichtet.
Im Beitrag über Rise of the Videogame wurde bereits über die Behandlung von Posttraumatischen Störungen mittels Bildschirmspiele berichtet. Jetzt kommt aus Zürich ein Buch über “Serious Game Design für die Psychotherapie“. Es widmet sich in zwölf Beiträgen der möglichen Nutzung in der Behandlung von Jugendlichen und Kindern. Neben theoretischen Erörterungen werden auch vier Entwürfe von geeigneten Spielen präsentiert. Entstanden ist es aus der Zusammenarbeit von dem Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich und dem Studienprogramm Game Design der Vertiefung Interaction Design (IAD) an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) (via spielkultur.net).
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