Monatsarchiv für November, 2006

Shakespeare Reloaded

Courtesy of the University of IndianaEdward Castronova, Professor an der University of Indiana, wurde bekannt durch sein Buch “Synthetic Worlds – The Business and Culture of Online Games” (siehe: de:bug Rezension). Er steckt hinter der Synthetic World Initiative seiner Universität, die unlängst eine Stiftung in Höhe von 240.000 US-Dollar erhielt. (Pressemittelilung). Mit deren Hilfe soll nun eine virtuelle Welt namens Arden, basierend auf Williams Shakespeares Theaterstück “As you like it” (siehe Wikipedia) entstehen. In dieser Multi -Player-Umgebung sollen einerseits Studierende mehr über den Dichter erlernen können und gleichzeitig Wege für neue Formen der Sozialforschung aufgezeigt werden.

Mediale Unaufgeregtheit

bully.jpgEntgegen der allgemeinen medialen Aufgebrachtheit in Folge des Amoklaufs an einer Schule in Nordrhein-Westfalen, der seine Ursache auch in gewaltsame Computerspielen haben soll, bringt die FAZ ein ganz anderes Stück. Eine Besprechung des Spiels Canis Carnem Edit – Hund frißt Hund , eine Art Highschool-Komödie für die Playstation 2. Ausgerechnet die Hersteller des als Gewaltspiel par Exellence geltenden GTA, Rockstar, haben es produziert. Die Rezension im Flaggschiff des deutschen Bildungsbürgertums endet mit dem Satz: “Solche Spiele verleiten niemanden zum Töten”.

Lass uns mal drüber reden

Die englischsprachige Site itconservations.com bringt oft hörenswert Podcasts. Unlängst wird dort das Panel “More than just Games” von der IT-Konferenz Supernova in San Fransisco im zurückliegenden Sommer gefeaturet. Etwa eine Stunde unterhalten sich fünf Forscher und Mitarbeiter von Spiele-Firmen über die Möglichkeiten durch Spiele Personal zu trainieren und mittels komplexer Simulationen, Lösungen für mannigfaltige Probleme zu finden.

Ego-Learner: Medizintraining aus der Ich-Perspektive

pulse_1.jpgDas Spielformat der First-Person-Shooter ist unheimlich populär. Für Lernzwecke produzierte Computerspiele nutzen 3D-Darstellung aus der Ich-Perspektive allerdings selten – der Entwicklungsaufwand ist doch recht groß.seriousgamessource.com hat vor kurzem ein Feature über den Medizin-Simulator Pulse!! veröffentlicht.

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Schon wieder Second Life – das letze Mal?

copybot.jpgCNN berichtet, dass über 60 Schulen und Einrichtungen in den USA die virtuelle Welt Second Life für Unterrichtszwecke einsetzen (siehe auch hier).

Allerdings droht dem Geschäftsmodell von Second Life, das auf dem Tausch von virtueller Währung in harte Dollars basiert, gerade eine existenzielle Krise.

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Computerspiel als Medikamentenersatz

Aufmerksamsdefizitstörung (ADS), oft auch Hyperaktivität genannt, ist eines der umstrittensten Themen in Sachen Pädagogik (siehe ausführlicher Artikel auf Wikipdia). Mit dem Medikament Ritalin – dessen Nebenwirkung bleibende Schäden hinterlassen können – werden auch in Deutschland immer mehr Kinder, bei denen die ADS Diagnose gestellt wird, ruhiggestellt. Game Politics berichtet, dass mit S.M.A.R.T. Brain Games jetzt “ADS”-Kinder in den USA behandelt werden. Diese Technologie wird per Adapter an der Xbox oder Playstation 2 angeschlossen, misst die Hirnwellen der Spieler und passt bestimmte Spiele an die Reaktionen an. Angeblich lasse sich damit besagte ADS behandeln, die Medikamenteneinnahme könne reduziert oder ganz aufgegeben werden.